Als Teenager hat man es oft schwer, es ist fast schon zum Alltag geworden. Das Einzige, was einem manchmal bleibt, ist Gott bzw. der Glaube an Gott. Und die Konfirmation ist wie eine Stärkung des Bundes mit Gott.

Und egal, wie sauer ich auch manchmal auf Gott bin und egal, wie sauer ich in den Konfirmationsunterricht auch reingehe, ich komme immer mit einem Gefühl von Liebe und Glück zurück!

Die Leute scheinen immer blinder zu werden: Sie können zwar noch mit den Augen sehen aber sie haben verlernt, mit dem Herzen zu sehen – und genau das wird mir im Konfirmationsunterricht bei- gebracht: Nicht immer mit dem Auge zu sehen, sondern auch mit dem Herzen.

Das Wort, das ich suche, heißt auch Nächstenliebe. Wenn ich in die Kirche gehe für einen Gottesdienst, dann fühlt sich das Leben nicht wie mein Leben an, ich kann endlich abschalten, ich muss – visuell – keine Maske tragen, sondern kann mein wahres Gesicht zeigen. Und dafür bin ich unglaublich dankbar. Ich lerne auch, mutiger zu werden, mich etwas zu trauen. Wenn ich spontan eine Lesung oder irgendetwas anderes machen soll, muss ich mich erstmal trauen, und das ist nicht immer einfach. Doch wenn ich dann dort bin, kann und bin ich mutig, und das hat dann auch Auswirkungen auf meinen Alltag. So werde ich mit dem Konfirmationsunterricht immer mutiger und liebevoller.

Ein Gebet kann schon viel bewirken, dass wurde mir auch beigebracht. Gott macht alles aus einem bestimmten Grund. Mir wird ebenso beigebracht, dass Gott mich bedingungslos liebt. Und er wird mich immer lieben, egal, was ich tue. Und dass, auch wenn es sich so anfühlt, als wäre jeder verschwunden, er noch immer da ist. Und er wird immer da sein – und das macht mich so glücklich.

Im Konfirmationsunterricht wird man nicht verurteilt, man wird auch nicht nach Äußerlichkeiten beurteilt – auch in der Kirche nicht. Ich gehe in die Kirche und kann einfach mal an etwas anderes denken als an die Schule, die Tests; einfach das ganze Leben mal auf die Seite schieben und etwas genießen. Alles läuft immer darauf zurück, dass Gott mich immer lieben wird – egal wie ich aussehe und egal, was ich tue oder getan habe.

Einmal im Monat gehe ich in den Konfirmationsunterricht und lerne mehr über Gott. Zwar muss ich etwas früher aufstehen, aber ich liebe es trotzdem, dass ich mich dort den mutig fühle und meinen Mund aufmachen darf, wofür ich im Alltag oft verurteilt werde. Auch das Frühstück mit warmen, frisch gebackenen Brötchen ist immer ein guter Zeitpunkt, um sich mit anderen über den Alltag zu unterhalten, und zu hören, dass man nicht die Einzige ist, bei der manchmal etwas schiefläuft, tut gut. Ebenso von den zahlreichen Wundern Gottes zu erfahren. Im Religionsunterricht ist der Lehrer manchmal nicht der Richtige, um bestimmte Fragen zum Glauben zu beantworten, doch im Konfirmandenunterricht ist das anders. Es scheint der richtige Platz zu sein, um seine Fragen zum Glauben zu stellen.

Es macht auch sehr viel Spaß, im Gottesdienst zu helfen, weil man am Ende immer sehr viel Lob erhält und auch nicht nur da sitzt, sondern auch was tun kann, um anderen Menschen den Gottesdienst zu verschönern. Die Unterschrift am Ende, die man bekommt wegen der Hilfe, die man geleistet hat, gibt auch die Bestätigung, etwas zu machen, was anderen Leuten den Tag verschönert. Und auch, wenn man nur einen kleinen Teil dazu beigetragen hat, so hat man doch ein Teil dazu beizutragen. Das Helfen in Gottesdiensten so wie das Besuchen des Konfirmationsunterrichtes und der Gottesdienste macht sehr großen Spaß und hilft auch, im Alltag weiterzukommen. Es macht einen stärker, wenn man hört, dass man nicht allein kämpft, sondern Gott immer an seiner Seite ist.

Zumindest sehe ich das so.

Was bleibt, ist Gott